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Schwammerlrunde, Bericht 27.6.2020
#1

Hallo,

schöne Wetter und Samstag, optimale Voraussetzungen für eine kleine Pilzrunde in meiner Umgebung. Direkt aus dem Haus, und 2 Stunden im Wald. Es war herrlich.
Anbei kann ich euch einige Funde zeigen, es waren aber leider sehr viele Pilzleichen dabei :-( . Und die Schnecken sind heuer besonders schnell Schnecke !
Egal einige Arten habe ich gesehen ...

1) Ganz junge Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare)
   

2) Champignons (Agaricus spec.)
           

3) Frühlings-Knollenblätterpilz (Amanita verna)
                   

4) Langstieliger Pfeffermilchling (Lactarius piperatus)
           

5) Schnecke isst Parasol (Macrolepiota procera)
       

6) Kiefernbraunporling (Phaeolus spadiceus)
   

7) Sommersteinpilz (Boletus reticulans)
           

8) Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)?
           

9) Ein Täubling (Russula spec.)
       

10) Perlpilz (Amanita rubescens)
   

11) Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)
             

12) Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
   

Es gibt auch schon Heidelbeeren im Wald
       

Eine Pilzart stelle ich dann gesondert noch als Anfrage ein, möchte allerdings selbst noch vorher etwas nachschauen ...

Mich hat die Runde sehr gefreut, sie macht definitiv wieder Lust auf mehr.

Liebe Grüße Jürgen

"Sorgfältig muß man wahrnehmen, daß nicht giftige P. unter die zu genießenden kommen, indem sonst der Genuß für die Gesundheit höchst nachtheilige Folgen haben, ja selbst den Tod bringen kann.", Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 137-138
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#2

Hallo Jürgen,

da tut sich ja tatsächlich schon einiges in Deiner Gegend, morgen (Sonntag) werde ich mit einer Waldrunde den aktuellen Stand in meinem Sammelgebiet überprüfen.

2 Dinge möchte ich noch anmerken:

Bei Fund Nr. 3 ist zumindest das junge Exemplar mit noch geschlossenem Hut kein Frühlings-Knollenblätterpilz (Amanita verna), sondern ein Grauer Wulstling (Amanita excelsa). Die Hutfarbe ist für Amanita verna viel zu graubraun und auch die Velumstruktur am Hut passt nich für A. verna, sondern das ganze Aussehen ist typisch für den Grauen Wulstling.
Von der Stielbasis solltest Du Dich auch nicht irritieren lassen, manche Exemplare des Grauen Wulstling können  auch eine angedeutete, bescheidete Stielbasis oder so etwas wie ein angedeutets Bergsteigersöckchen haben, das liegt in der Variationsbreite.

Beim Filzröhrling (Nr. 8) müsste man den Fruchkörper durchschneiden (Schnittbild), um die Fleischfarbe zu überprüfen. Dann könnte man sehen, ob es sich tatsächlich um eine Ziegenlippe (X.subtomentosus = gelbliches Fleisch) oder den sehr ähnlichen Braunen Filzröhrling (Xerocomus ferrugineus) mit weißlichem Fleisch handelt.

Danke fürs Zeigen.

LG Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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#3

Servus beinand',
ich könnt mich bei dem Filzröhrling auch so mit X. subtomentosus anfreunden. Er hat schon sehr knallig gelbgrüne Poren und auch das Basismycel scheint weiß zu sein.
Der "Kiefernbraunporling" sollte aber Gloeophyllum odoratum sein.
An liabn Gruaß,
Werner
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#4

(27.06.2020, 23:27)Werner Edelmann schrieb:  Servus beinand',
ich könnt mich bei dem Filzröhrling auch so mit X. subtomentosus anfreunden. Er hat schon sehr knallig gelbgrüne Poren und auch das Basismycel scheint weiß zu sein.
Der "Kiefernbraunporling" sollte aber Gloeophyllum odoratum sein.
An liabn Gruaß,
Werner

Daumen hoch 

Gruß Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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#5

Hallo,

danke für eure Kommentare,

Fencheltramete und Kiefernbraunporling kenne ich normalerweiße auseinander, aber ... Ihr habt mich verunsichert, und könntet recht haben.

Beim Filzröhrling kann ich noch ein Schnittbild nachreichen.
   

Also wohl eher kein gelbes Fleisch?

Liebe Grüße Jürgen

"Sorgfältig muß man wahrnehmen, daß nicht giftige P. unter die zu genießenden kommen, indem sonst der Genuß für die Gesundheit höchst nachtheilige Folgen haben, ja selbst den Tod bringen kann.", Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 137-138
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#6

(29.06.2020, 12:18)juergenhold schrieb:  Hallo,

danke für eure Kommentare,


Beim Filzröhrling kann ich noch ein Schnittbild nachreichen.


Also wohl eher kein gelbes Fleisch?

Liebe Grüße Jürgen

Hallo Jürgen,

richtig, kein gelbes Fleisch!

Aber, ich hab's mit Photoshop überprüft: Das Fleisch hat einen leichten "yellow"(Gelb)-Anteil.

Und deshalb bleibt es bei "Zuegenlippe" (X. subbtomentosus).

Grüße Gerd

Und hier noch eine lesenswerte Diskussion aus dem BMG-Forum:

https://forum.pilze-bayern.de/index.php/...l#msg26161

Ich mache nur Bestimmungsvorschläge ohne Freigabe für Speisezwecke!!!
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