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Apfelbaum-Weichporling (Aurantiporus fissilis)
#1

Hallo werte Schwammerlfreunde,

letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit den Apfelbaumsaftporling (Aurantiporus fissilis) über eine längere Zeit zu beobachten.
Gefunden in der STMK (Bezirk Hartberg).

Fundstelle:
   
Alter Apfelbaum sehr nahe am Bach stehend, stark von Misteln besetzt.

   
Die Pilze waren recht hoch angesiedelt, dort wo sich der Stamm bereits in die dicken Äste geteilt hat. Die weißen Punkte sind hier bereits zu sehen.


3.8.2019:

       
Da hätte man sicher ein anspruchsvolles Pilzrätsel daraus machen können.
Hab da noch auf mein Wunschpilzchen (Igel-Stachelbart) gehofft.

   
Diesen Fruchtkörper gabs nur das eine mal zu sehen.


11.9.2019:

   
Selbst mit ausgestreckten Händen und auf Zehenspitzen stehend war es kaum möglich die Oberseite abzubilden.

Habe ein kleines Stück abgeschnitten. Konsistenz war weich und saftig. An der Luft getrocknet ist das Stückchen sehr stark geschrumpft.

   
Poren

   
Oberseite

   
Schnitt


29.9.2019:

   
Keine wesentlichen Veränderungen.


2.11.2019:

   
Jetzt sind die Verfärbungen sehr deutlich.


27.12.2019:

   
Jetzt liegt er unter dem Baum, nicht eingetrocknet, sehr sehr schleimig war er.

Hoffe die Bestimmung passt.

LG.
Josef
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#2

GriasDi Josef,

danke für die tolle Dokumentation!
Zu verwechseln ist der Apfelbaumsaftporling, Tyromyces fissilis, mit dem Laubholzsaftporling, Spongipellis spumeus, der seine Fruchtkörper an Verletzungen verschiedener Laubbäume, hauptsächlich in Parkanlagen und Alleen bildet.
Natürlich kann der, wenn auch selten, auch mal an Malus gehen.
Typisch für Deinen Apfelbaumsaftporling ist aber, neben dem Wirt, die Verfärbung in den unterschiedlichen Altersstadien, wie von Dir dargestellt. Erst in ein leichtes rosa (auch bei Berührung) und später fast gänzlich schwarz.
Er kommt aber auch an anderen Laubbäumen vor, wo dann zur sicheren Unterscheidung Mikromerkmale herhalten müssen.
An liabn Gruaß aus München mit besten Wünschen für 2020 an alle Mitlesenden,
Werner
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#3

Servus Werner,

herzlichen Danke für Deine Bestätigung und ausführlichen Informationen.

An liabn Gruaß nach München,
Josef
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#4

Servus Josef,

schöner Fund, toll dokumentiert, steht bei mir noch auf der Wunschliste.

Sonst hat Werner ja schon alles gesagt, sehe das genau so.

LG Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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