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Kind hat Pilz aus Garten gegessen - Giftig?
#1

Hallo, mein Kind (15 Monate alt) hat ein kleines Stück eines Pilzes gegessen die leider in unserem Garten wuchern. Ich hab leider überhaupt keine Ahnung von der Materie. Sie hat nur ganz wenig davon gegessen (ein paar Millimeter der Kappe), und ist dann sehr müde geworden und sofort eingeschlafen (das kann aber auch nur die Schlafeszeit sein). Ich hab die Vergiftungszentrale angerufen, die hat gesagt dass es bei der Menge kein Problem sein kann.

Trotzdem wüsste ich gerne ob die Pilze giftig sind. Könnt ihr mir hier weiterhelfen? Hier ein paar Fotos:


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#2

Die Giftnotzentrale geht bei solchen Anfragen nach meiner Erfahrung anders vor, gelistete 'Experten' bekommt einen Anruf, ob man Zeit dafür hat und sie die Händynummer weitergeben dürfen. 

Desweiteren, mit solch' dürftigen Aufnahmen würde jeder damit konfrontierte, vernünftig denkende Mensch sofort weitere Merkmale einfordern und die Meinung von Fachexperten einholen.

Ausgangspunkt für eine Eingrenzung wäre für mich Entoloma vernum,

[Bild: fruehlingsroet.jpg]



LG
Peter

Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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#3

Servus Martinus,

ebenso wie Peter vermute ich hier einen Rötling (Gattung Entoloma), wenngleich ich nicht glaube, dass es Entoloma vernum ist. Wäre es diese Art, so wäre es ein ziemlich giftiger Pilz. Mit einer Latenzzeit von bis zu 6 Stunden treten heftigste Magen-Darm-Symptome auf, die dann aufgrund des Wasser- und Elektrolytmangels klinisch behandelt werden müssen. Aber wie immer: die Menge macht das Gift. Und wenn das Kind fast gar nichts aufgenommen hat... (man muss aber immer an die geringe Körpermasse denken).

Mittlerweile müsste aber eh alles vorbei sein (11 Stunden sind lange) und wie der Giftnotruf ja gesagt hat, dürfte zum Glück nichts passiert sein.

Bei Rötlingen ist bei den meisten Arten die Gifitgkeit / der Speisewert völlig unbekannt.

Ich betreue hier bei mir (Bayern) entsprechende Fälle, auch von Kindern, die Pilze im Mund hatten. Erst gestern hatte ich einen Fall mit Inocybe rimosa, einem sehr stark giftigen Risspilz und entsprechend Einweisung in eine Klinik. Meist (und auch da war es so), geht es aber nicht, per Foto die Art zu bestimmen. Ich lasse mir das Material immer bringen (die Klinik übernimmt das) und kann dan daheim in aller Ruhe mikroskopieren. So hätte ich das auch in diesem Fall getan.

Nur am Foto: sehr schwierig. Bei der Lamellenfarbe ist Rötling aber wie gesagt recht wahrscheinlich.

Liebe Grüße,
Christoph
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