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Erster Steinpilz 2019
#1

Liebe Freunde,

vorsichtshalber eröffne ich den Thread heuer etwas früher als sonst.
Es geht um den ersten Steini -Fund in diesem Jahr.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr wieder eure Funde hier reinstellt - auch gerne jene Exemplare, wenn der erste Steini schon gefunden wurde.

Zur Einstimmung:
Ich hatte meine ersten Steinis im Vorjahr am 16.6.2018, so früh wie noch nie (und war natürlich trotzdem weit abgeschlagen), das waren sie:
Übrigens gefunden in der Steiermark auf ca. 1.300 Meter Seehöhe, was für mich total überraschend war.

Ein Fichtensteini:
   

Und ein wunderbarer Kiefernsteini:
So kam er raus:

   

Freigelegt:

   

Und abgeschnitten:

   


Viel Glück allen bei der heurigen Suche!

LG

Roland
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#2

Servus Roland,
unsern ersten (Sommer)Steinpilz haben wir letztes Jahr bereits am 05.05.gesichtet. Steini
Kiefernsteini am 28.05.
Heuer wirds ein bisschen später,aber nach dem Regen sollte es bald los gehen.... Smile
LG Rudi
       
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#3

Servus Rudi,

5.5. ist (bzw. war) schon ziemlich sensationell.
Ich glaube, dass du bei der kommenden Wärme relativ schnell was finden wirst, so wie ich dich kenne....

Freue mich schon auf deine erste Fundmeldung,

LG

Roland
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#4

Servus beinand,

im Münchner Staatsherbar liegt ein Briefwechsel zwischen Killermann und Bresadola aus den 1920er Jahren (mit einem Beleg). Killermann wurde ein Pilz aus Österreich geschickt mit der Bitte um Bestimmung. Der Pilz werde Maipilz genannt, hieß es in der Anfrage.
Zur Sicherheit schickte Killermann den Pilz dann eben zu Bresadola - es stellte sich heraus, dass es Kiefernsteinpilze waren.

Vassilkov beschrieb im Jahr 1966 aus Russland einen Boletus edulis fm. praecox, also den "Frühlingssteinpilz". Ich habe den Holotypus untersucht - es ist ebenfalls der Kiefernsteinpilz.

Langer Rede kurzer Sinn:

wer die frühesten Steinpilze finden will, der suche nach Kiefernsteinpilzen. Funde im Mai sind da normal, wenn's gut geht, kann man schon im April fündig werden (je nach Witterung, Winter zuvor, Schneelage usw.).

Sommersteinpilz Anfang Mai ist aber (für den) echt früh...

Liebe Grüße,
Christoph
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#5

Servus Christoph,

vielen Dank für diese interessante Info, dann war's vor 100 Jahren auch schon so....

LG

Roland
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#6

Hallo Fories,

dank Christoph's Tipp ziehen sich meine Mundwinkel nach oben, Kiefern stehen bei uns genug herum. Den Sommersteinpilz haben wir vom Verein aus einmal nachgestellt, ohne Erfolg. Erfolgreicher waren bei diesem Ausflug ca. 80 Jungzecken, die unbemerkt bei mir angedockt haben. 

Vor etlichen Jahren habe ich einen Sommer-Röhrling gefunden und für einen Sommersteinpilz gehalten. Getrocknet wurde der nicht so brüchig wie ein Steinpilz, er blieb biegsam. Den würde ich gerne wieder einmal begegnen, mittlerweile gilt er als potentiell gefährdet, RL 4. 

Kalt, windig und regnerisch verläuft bei uns bisher der Mai, wir haben den Kachelofen wieder eingetschinkelt,

LG
Peter

Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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#7

Hallo Peter,

mit Sommer-Röhrling konnte ich so aus dem Stegreif gar nichts anfangen, aber Dr. Google hat da mehrere Namen gezeigt.

Da sollte einer dabei sein, Blauender Königs-Röhrling liegt daneben. Die zwei sind schon sehr ähnlich, tue mir immer schwer mit dem Silberröhrling.
   
Die Schnittbilder machen auch keinen großen Unterschied.
       
Die Funde gab es letztes Jahr im September, hoffen wir mal das sie sich heuer wieder zeigen.

LG.
Josef
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#8

(14.05.2019, 20:26)Peppi50+ schrieb:  ...Da sollte einer dabei sein, Blauender Königs-Röhrling liegt daneben. Die zwei sind schon sehr ähnlich, tue mir immer schwer mit dem Silberröhrling....

Servus Josef,

bei jüngeren Exemplaren sollte die makroskopische Unterscheidung eigentlich nicht so schwer sein, zumal der Blauende Königsröhrling (Butyriboletus fuscoroseus) durch deutlichere Rosatöne am Hut auffällt, bei älteren Exemplaren kann es vergleichsweise freilich anders aussehen.

Für mich sieht auf den ersten Blick mitunter auch der Wurzelnde Bitterröhrling (Caloboletus radicans) und der Fahle Röhrling (Hemileccinum impolitum) dem Silberröhrling zum verwechseln ähnlich.

Zudem ist auch der  noch nicht so lange bekannte bzw. beschriebene Rosagraue Anhängselröhrling (Butyriboletus roseogriseus) dem Silberröhrling ziemlich ähnlich.

LG Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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#9

Servus Sepp,

danke für Deine Unterstützung, sehr gute Vergleichsbilder.
Wurzelnder Bitterröhrling ist mir vor Jahren mal ins Körbchen reingerutscht, selbst paniert schmekt er scheußlich!

Im Sommersteinpilzrevier können sich immer wieder "Fremdlinge" daruntermischen, die hier sind zum Glück leicht zu unterscheiden.
   
Der Braune sticht richtig raus, da kann man sich nicht vergreifen.

LG.
Josef
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#10

Hallo Josef,

im Gegensatz zu einer Verwechslung mit dem Wurzelnden Bitterröhrling (der Name sagt ja eh schon alles) wäre eine Verwechslung mit den rosahütigen Prachtexemplaren auf dem zuletzt gezeigten Foto kein Malheur, du hättest lediglich den "Luxus" seltener Königsröhrlinge auf dem Teller...

Gruß Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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