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Trüffelfund?
#1

Hallo,

ich kann ja zur Zeit den Wald nicht besuchen, ich habe Knie-Probleme, schon seit fast 1 Monat, morgen wird per MR-Untersuchung die Ursache geklärt, aber ich habe aus meiner Heimatgemeinde eine Anfrage mit Bildern übermittelt bekommen.

Ich bin ja kein Trüffelexperte, daher hoffe ich auf eure Hilfe:

       

Zu dieser Jahreszeit für mich doch eher ungewöhnlich, oder nicht?

Danke und liebe Grüße Jürgen

"Sorgfältig muß man wahrnehmen, daß nicht giftige P. unter die zu genießenden kommen, indem sonst der Genuß für die Gesundheit höchst nachtheilige Folgen haben, ja selbst den Tod bringen kann.", Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 137-138
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#2

GriasDi Jürgen,
das schaut nach Melanogaster aus. M. broomeianus z.B. hab ich im Münchner Stadtbereich unter Linden schon ein paar mal gefunden. Die schaun dann mit dem Scheitel aus dem Boden raus, oder sind fast überirdisch gewachsen.
Das schwarze schleimige Innenleben wär jedenfalls sehr typisch für Melanogaster - Schleimtrüffel.
An liabn Gruaß aus München,
Werner
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#3

Hallo Jürgen,

ich bin voll bei Werner und halte das ebenso für eine bunte Schleimtrüffel (Melanogaster broomeanus). Die wesentlichen makroskopischen Charakteristika (aus dem Boden ragende oder fast frei auf dem Boden liegende Fruchtkörper und das schleimige Innenleben mit dieser  schwarz-weißen Zeichnung) hat er ja auch schon völlig richtig angeführt.

Vor einigen Jahren fand ich in unmittelbarer Nähe meines Arbeitsplatzes auch solche Schleimtrüffeln auf einem schmalen, humosen und teilweise mit Sägespänen, Holzhäcksel und kleinen Rindenstücken "kontaminierten" Grünstreifen.
Zunächst hielt ich die Dinger für "Hundstrümmerl", erst auf den zweiten Blick erkannte ich, dass es sich um Pilze handelt.

Ich denke, ich habe von diesem Fund auch noch irgendwo Bilder gespeichert, müsste diese aber suchen und vielleicht kann ich sie finden.

Gruß Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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#4

GriasDi Sepp,
ja, die Dinger sind wohl nur meist übersehen.
Da es sich um einen Mykorrhizapilz handelt, sind entsprechende Baumpartner nötig, wie z.B. die erwähnten Linden. Die Sägespäne usw. an Deiner Fundstelle waren eher zufällig und für das Aufsuchen eventueller Habitate ned wichtig.
An liabn Gruaß,
Werner
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#5

Servus Werner,

die notwendigen Bäume wie Birken, Eichen, Eschen usw. stehen an meiner Fundstelle natürlich auch herum, ich dachte nur, dass den Schleimtrüffeln auch das humose und mit den weiter oben erwähnten "Zutaten" angereicherte Substrat besonders behagt hat. Das es sich abgesehen davon um einen Mykorrhizapilz handelt, ist mir schon klar. Ich hatte bei meinem vorigen Posting bezüglich meines Fundes bloß vergessen, die Bäume zu erwähnen, dadurch dürfte ein falscher Eindruck entstanden sein.

Gruß Sepp

Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.
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#6

Servus Jürgen,

es wurde ja quasi alles gesagt - ich kann auch nur die Gattung bestätigen. Auf die Art will ich mich aber nicht festlegen - ohne Mikroskopie... Ich möchte aber nur noch anmerken, dass Melanogaster quasi ein trüffelförmiger Krempling ist. Die Gattung ist sehr nah mit Paxillus s.str. verwandt.

Liebe Grüße,
Christoph
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