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Speise-Morchel-Gruppe
#1

Hallo ihr Morchel-Freunde,

für alle, die es genauer wissen wollen:

Bei der Speisemorchel handelt es sich um eine Gruppe, die als Ergebnis einer DNA-Sequenzierung aus 3 guten Arten (Morchella esculenta (L.) Pers., M. crasipes (Vent.) Pers. : Fr., M spongiola (Boud.) besteht. Wie meist können die Autoren keine morphologische/ökologische/mikroskopische Trennmerkmale angeben. Aber, bereits in der Zusammenfassung betonen die Autoren: "They can be identified easily by restriction Fragment lenght Polymorphismus (RFLP) of the ITS Region."

Viel Glück bei der Kartierung der "Speisemorchel" Cool

Literatur:

https://www.ufz.de/export/data/2/115071_...France.pdf

Grüße Gerd

Ich mache nur Bestimmungsvorschläge ohne Freigabe für Speisezwecke!!!
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#2

(31.03.2019, 18:37)Gerd schrieb:  Hallo ihr Morchel-Freunde,

für alle, die es genauer wissen wollen:

Bei der Speisemorchel handelt es sich um eine Gruppe, die als Ergebnis einer DNA-Sequenzierung aus 3 guten Arten (Morchella esculenta (L.) Pers., M. crasipes (Vent.) Pers. : Fr., M spongiola (Boud.) besteht. Wie meist können die Autoren keine morphologische/ökologische/mikroskopische Trennmerkmale angeben. Aber, bereits in der Zusammenfassung betonen die Autoren: "They can be identified easily by restriction Fragment lenght Polymorphismus (RFLP) of the ITS Region."

Viel Glück bei der Kartierung der "Speisemorchel" Cool

Literatur:

https://www.ufz.de/export/data/2/115071_...France.pdf

Grüße Gerd
Lieber Gerd .
Schade aber englisch hatten wir nicht.
Liebe Grűße Eva.
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#3

(31.03.2019, 18:55)Oma Eva schrieb: schrieb:   
Lieber Gerd .
Schade aber englisch hatten wir nicht.
Liebe Grűße Eva.

Hallo Eva,

"They can be identified easily by restriction Fragment lenght Polymorphismus (RFLP) of the ITS Region." heißt soviel wie
"Sie können leicht durch Einschränkung des Fragment längen Polymorphismus (RFLP) der Region identifiziert werden. "

Polymorphismus bedeutet soviel wie Vielgestaltigkeit. Innerhalb einer Morchelpopulatation können also verschiedene Genvarianten vorkommen. Selbst für versierte Pilzfreunde sind diese unterschiedlichen Varianten meines Erachtens nicht auseinanderzuhalten. Für den Sammler dieser leckeren Speisepilze spielt das aber überhaupt keine Rolle.

Gruß
Harry

Dass man immer noch lernen kann ist herrlich, und auch dass man andere dazu braucht.

https://www.pilzfotopage.de

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#4

(31.03.2019, 19:44)Harry schrieb:  
(31.03.2019, 18:55)Oma Eva schrieb: schrieb:   
Lieber Gerd .
Schade aber englisch hatten wir nicht.
Liebe Grűße Eva.

Hallo Eva,

"They can be identified easily by restriction Fragment lenght Polymorphismus (RFLP) of the ITS Region." heißt soviel wie
"Sie können leicht durch Einschränkung des Fragment längen Polymorphismus (RFLP) der Region identifiziert werden. "

Polymorphismus bedeutet soviel wie Vielgestaltigkeit. Innerhalb einer Morchelpopulatation können also verschiedene Genvarianten vorkommen. Selbst für versierte Pilzfreunde sind diese unterschiedlichen Varianten meines Erachtens nicht auseinanderzuhalten. Für den Sammler dieser leckeren Speisepilze spielt das aber überhaupt keine Rolle.

Gruß
Harry
Herzlichen Dank.Das hilft mir weiter.Morcheln sind für mich immer interessant gewesen und ich konnte schon viele erkennen aber sicher genau so viele auch nicht.Man glaubt gar nicht
Wie verschieden die selbe Sorte in einer anderen Gegend oft aussieht.Aber wie gesagt ich nehms jetzt nicht mehr so ernst.
Liebe Grűße Eva.
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#5

Hallo Eva,

sowie ITS Regionen in einem Beitrag erwähnt werden wird es schwierig, für die meisten Fories unverständlich.

Stell' dir einfach einen Kriminalfall vor, Einbruch, Entführung, Mord usw. Gar nicht sowenige Täter konnten überführt werden, über ihren Fingerabdruck.

Die menschliche DNA kannst dir als erweiterten Fingerabdruck vorstellen. Die haben's geknackt, ein Wunschkind oder Enkerl mit blauen oder braunen Augen kann man sich heutzutage bestellen.

Bei einigen Pilzen sind sie auch so weit, viel Geld damit scheffelnd, in nicht zugänglichen Laboratorien. Das sind Ausnahmen, von vielen tausenden Pilzen haben  Forscher Fingerabdrücke, können sie aber nicht sicher zuordnen. Besser kann ich es nicht erklären.

Harry hat Recht, rein in die Pfanne damit,

LG
Peter

Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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#6

(31.03.2019, 22:19)Habicht schrieb:  Hallo Eva,

sowie ITS Regionen in einem Beitrag erwähnt werden wird es schwierig, für die meisten Fories unverständlich.

Stell' dir einfach einen Kriminalfall vor, Einbruch, Entführung, Mord usw. Gar nicht sowenige Täter konnten überführt werden, über ihren Fingerabdruck.

Die menschliche DNA kannst dir als erweiterten Fingerabdruck vorstellen. Die haben's geknackt, ein Wunschkind oder Enkerl mit blauen oder braunen Augen kann man sich heutzutage bestellen.

Bei einigen Pilzen sind sie auch so weit, viel Geld damit scheffelnd, in nicht zugänglichen Laboratorien. Das sind Ausnahmen, von vielen tausenden Pilzen haben  Forscher Fingerabdrücke, können sie aber nicht sicher zuordnen. Besser kann ich es nicht erklären.

Harry hat Recht, rein in die Pfanne damit,

LG
Peter
Hallo Peter.
Als Krimiautor eine 1 Daumen hoch
Ich glaubt ich habs verstanden. Aber ab in die Pfanne wird heuer hier bei uns etwas schwierig. Wink
Liebe Grüße Eva.
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#7

Servus beinand,

der Artikel, den Gerd zitiert, ist schon fast 15 Jahre alt. Inzwischen ist es viel komplizierter geworden. Die Artenzahl ist deutlich über drei bei den Speisemorcheln. Von den Spitzmorcheln ganz zu schweigen.

Manche kann man übrigens durchaus bestimmen - so gibt es Morcheln mit ornamentierten Sporen (sieht man meist erst im Elektronenmikroskop) - es gbt aber Spitzmorcheln, die auch im Lichtmikroskop gestreifte Sporen haben.

Im Moment ist die Gattung Morchella aber noch ein Chaos für den Amateur. Im Prinzip sind die meisten Arten für uns unbestimmbar. Sagt man aber "Morchel" dazu, dann passt das durchaus und ist ja nicht verkehrt. Das, was ich wohl am häufigsten finde, ist Morchella fluvialis?! (wurde 2014 beschrieben und ist gelb, wie so viele andere Speisemrochelarten)

Liebe Grüße,
Christoph
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#8

(31.03.2019, 22:19)Habicht schrieb:  Hallo Eva,

sowie ITS Regionen in einem Beitrag erwähnt werden wird es schwierig, für die meisten Fories unverständlich.

Stell' dir einfach einen Kriminalfall vor, Einbruch, Entführung, Mord usw. Gar nicht sowenige Täter konnten überführt werden, über ihren Fingerabdruck.

Die menschliche DNA kannst dir als erweiterten Fingerabdruck vorstellen. Die haben's geknackt, ein Wunschkind oder Enkerl mit blauen oder braunen Augen kann man sich heutzutage bestellen.

Bei einigen Pilzen sind sie auch so weit, viel Geld damit scheffelnd, in nicht zugänglichen Laboratorien. Das sind Ausnahmen, von vielen tausenden Pilzen haben  Forscher Fingerabdrücke, können sie aber nicht sicher zuordnen. Besser kann ich es nicht erklären.

Harry hat Recht, rein in die Pfanne damit,

LG
Peter

Lieber Peter,

danke - das trifft für uns Amateure den Nagel auf den Kopf.
Wünsche dir viel Regen, damit die Morcheln nur so sprießen. Bei dir gibt es zumindest in den nächsten Tagen Chancen auf das wertvolle Nass.... wir müssen uns wahrscheinlich heuer wieder in extremer Geduld üben...

LG

Roland
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#9

(31.03.2019, 18:55)Oma Eva schrieb:  [quote='Gerd' pid='26369' dateline='1554050258']
Hallo ihr Morchel-Freunde,

für alle, die es genauer wissen wollen:

Bei der Speisemorchel handelt es sich um eine Gruppe, die als Ergebnis einer DNA-Sequenzierung aus 3 guten Arten (Morchella esculenta (L.) Pers., M. crasipes (Vent.) Pers. : Fr., M spongiola (Boud.) besteht. Wie meist können die Autoren keine morphologische/ökologische/mikroskopische Trennmerkmale angeben. Aber, bereits in der Zusammenfassung betonen die Autoren: "They can be identified easily by restriction Fragment lenght Polymorphismus (RFLP) of the ITS Region."

Viel Glück bei der Kartierung der "Speisemorchel" Cool

Literatur:

https://www.ufz.de/export/data/2/115071_...France.pdf

Grüße Gerd
Lieber Gerd .
Schade aber englisch hatten wir nicht.
Liebe Grűße Eva.
Aber alles andere ist sehr interessant. Leider hilft es mir beim Bewerten auch nicht weiter.Machs jetzt wie die Experten.
Muss meine eigenen Regeln machen.
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#10

(01.04.2019, 01:21)Tricholomopsis schrieb:  Servus beinand,

Das, was ich wohl am häufigsten finde, ist Morchella fluvialis?! (wurde 2014 beschrieben und ist gelb, wie so viele andere Speisemrochelarten)

Liebe Grüße,
Christoph


Hallo Christoph,

mit M. fluvialis überraschst du mich. Denn diese Art  taucht in den deutschsprachigen Kartierungsprogrammen [1],[2],[3] nicht auf. Mich wundert das nicht, wenn ich mir die Erstbeschreibung [4, letzter Absatz in Abschnitt "results and discussion"] anschaue.

Hier meine  Übersetzung:
Morchella americana (einschließlich M. esculenta ss. KELLNER u. A., 2005) ist eine weltweit verbreitete, in Mitteleuropa anscheinend häufige Art (RICHARD et al.), die aber derzeit noch nicht aus dem Mittelmeerraum dokumentiert wurde. Es ist unwahrscheinlich, dass M. fluvialis in Mitteleuropa vorkommt und von Krombholz beobachtet werden konnte. M. americana ist jedoch makroskopisch die M. fluvialis am meisten ähnelnde europäische Morchel, obwohl sie unterschiedlichen Clades angehören.

Grüße Gerd

Literatur:
 
[1] Pilze Deutschlands ( http://www.pilze-deutschland.de/ )
 
[2] Pilzdatendank Austria ( http://austria.mykodata.net/ )
 
[3] Verbreitungsatlas CH ( https://swissfungi.wsl.ch/de.html )

[4] P. CLOWEZ et al. (2012): Morchella fluvialis sp. nov.

 --->
http://ascofrance.com/uploads/document/20-Morchella-fluvialis-BSMM-0001.pdf

Ich mache nur Bestimmungsvorschläge ohne Freigabe für Speisezwecke!!!
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