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Schwefelporlinge im Mai
#1
Hallo Pilzfreunde, komme grade eben aus aus dem Wald mit einem prall gefüllten Beutel voller Schwefelporlinge.

Eigentlich wollte ich meinen Ausflug aufgrund der extremen Dürre der letzten Wochen schon verschieben, hab mich dann allerdings doch dazu entschieden einfach mein Glück zu versuchen und es auch absolut nicht bereut.

Nach anfänglicher Flaute ließen sich tatsächlich noch einige sehr schöne & frische Exemplare von Laetiporus sulphureus sowie eine Hand voll Judasohren finden.

Leider war der Baumstamm auf dem die Pilze wuchsen schon zeimlich stark verrottet, sodass sich die Holzart nicht sicher bestimmen ließ, daher bleibt mir nur zu hoffen, dass die Pilze nicht bitter schmecken.

Falls ich diesbezüglich Glück habe, werd ich mal ein paar verschiedene Zubereitungsmethoden ausprobieren und die Ergebnisse hier mit euch teilen.

Die Bilder natürlich auch:



Übrigens kennt sich hier jemand mit Chaga Pilzen aus? Könnte das schwärzliche Gebilde an der Birke da im letzten Foto eventuell ein kleines Exemplar der Nebenfruchtform sein?


lg
fungi


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#2
(05.05.2018, 19:10)dr_fungi schrieb: Übrigens kennt sich hier jemand mit Chaga Pilzen aus? Könnte das schwärzliche Gebilde an der Birke da im letzten Foto eventuell ein kleines Exemplar der Nebenfruchtform sein?


Hallo fungi,

ja, könnte. Hast eine Aufnahme von einem abgesäbelten Exemplar? 

LG
Peter
Es reicht ein Hut aus Fomfom als Statussymbol. Wenn der Blitz einschlägt brennt nur der Kopf.
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#3
(05.05.2018, 20:56)Kärntner TS schrieb:
(05.05.2018, 19:10)dr_fungi schrieb: Übrigens kennt sich hier jemand mit Chaga Pilzen aus? Könnte das schwärzliche Gebilde an der Birke da im letzten Foto eventuell ein kleines Exemplar der Nebenfruchtform sein?


Hallo fungi,

ja, könnte. Hast eine Aufnahme von einem abgesäbelten Exemplar? 

LG
Peter

Hier sind 2 Fotos von dem einzigen Stück, das ich ohne Spezialwerkzeug abmachen konnte:

   

   

Die Schwefelporlinge sind übrigens nicht bitter und schön zart, gut durchgebraten erinnert der Geschmack schon sehr nach Huhn, allerdings mit einer etwas säuerlichen Note. Morgen werd ich mal versuchen ein paar Exemplare zu panieren.

lg
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#4
Hier das Ergebnis vom heutigen Zubereitungsversuch:

Schwefelporling nach Art "Piccata alla Milanese" mit Parmesankruste.

Der etwas säuerliche Geschmack der Pilze passt wie ich finde sehr gut zum Aroma des Parmesan und bietet ein sehr interessantes Geschmackserlebnis.

Eigenet sich auch sehr gut kalt als Snack für zwischendurch.

Fazit: Empfehlenswert.

Könnte mir auch gut vorstellen die Porlinge in dünne Scheiben geschnitten mit Gewürzmischung mariniert als Chips im Ofen zu backen.

   
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#5
Die zwei Fotos zeigen keinen Chaga, das sind Gebilde von einem Baumkrebs.

Inonotus obliquus ist marmoriert, 'Spezialwerkzeuge' erleichtert die Ernte zeitlich. Herausbekommen würde man ihn aber auch mit einem Pilzmesser,


   


   


LG
Peter
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#6
Hallo Peter, für Laien ist die Bestimmung leider nicht ganz einfach, deshalb danke für deinen Hinweis.
Werde einfach weiterhin Ausschau halten und falls ich was Verdächtiges entdecke melde ich mich ggf. nochmal, der Beitrag hat mir aber auf jeden Fall schon mal weitergeholfen.
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#7
Hallo fungi,

der Chaga zeigt sich zZ an drei Birken in Kärnten, einen Baum würde ich dir zeigen.

Viel seltener und damit interessanter ist die porenbildende Hautptfruchtform.  Die entwickelt sich nur einmal, an einem befallenen Baum. Dem entsprechend gibt es wenige Aufnahmen in Büchen bzw. im Internet,

[Bild: 150px-Chaga_fruiting_body_sample.png]
Quelle: Wikipedia

LG
Peter
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