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letzter Beitrag von Peppi50+ ()

Südöstlicher Wienerwald 2022

  • Hallo zusammen,


    es haben sich wieder einige Pilzchen angesammelt, ein recht guter Juni heuer.


    Nr. 35: Parasol, Macrolepiota procera


    Nr. 36: Fahler Röhrling, Hemileccinum impolitum

    Ein alter Schlappen, aber der Geruch nach Jod war deutlich da. Kein blauen, Kappe nicht eingedellt, damit sollte er von Gehämmerter Röhrling

    (HEMILECCINUM DEPILATUM) unterscheidbar sei.


    Nr. 37: Mehlräsling, Clitopilus prunulus

    Diesmal war kein Steinpilz daneben.


    Nr. 38: Fischeierschleimpilz, Tubulifera arachnoidea


    Nr. 39: Riesenchampignon, Agaricus augustus


    Nr. 40: Zimtfarbener Weichporling, Hapalopilus rutilans


    Nr. 41: Anhängselröhrling, Butyriboletus appendiculatus

    2 Stück knapp nebeneinander in der Kernzone des Naturschutzgebietes gewachsen, deshalb auch kein Schnittbild.


    LG.

    Josef

  • Hallo Pilzfreunde,


    heute geht es mit zwei namenlosen Röhrlingen weiter, die auch die ExpertInnen anhand meiner Dokumentation im Pilzfinder leider nicht festmachen konnten. Das zeigt auch wie verzwickt es bei den Röhrlingen zugehen kann.


    Nr. 42: Unbestimmter Röhrling, gefunden in einem Eichenbestand auf Kalk


    Kommentar von Herrn Wolfgang K. "Interessanter Fund, das typische Merkmal eines Suillellus queletii, das rote Stielfleisch in der Basis ist aber nicht vorhanden(abgeschnitten)-wenn alle Bilder denselben Pilz darstellen schließt die Hutverfärbung auf Druck z.B. Neoboletus aus. Bei untypischen Formen wäre eine Jodreaktion immer hilfreich. Ausfallerscheinungen (wie z.B. Stielnetz) müssen auch in Betracht gezogen werden."


    Als ich diesen Pilz fand, sah er frisch geschlüpft so aus.


    Nr. 43: Unbestimmter Röhrling, gefunden in einem Eichenbestand auf Kalk


    Kommentar von Herrn Wolfgang K. "Eine derart dominant rote Hutfarbe kenne ich bei N. xanthopus weder von eigenen Funden noch aus der Literatur. Andererseits wäre Neoboletus praestigiator (“luridiformis”) var. rubropileus wohl mit deutlicheren Stielflocken versehen, andere Arten (wie Suillellus adalgisae , queletii usw.) müßten rotes Stielbasisfleisch haben. Vielleicht erscheint an dieser Stelle einmal ein typisches (nicht durchnäßtes Exemplar)"



    Wie immer gilt, es bleibt spannend:).


    LG, Csaba

  • Lieber Sepp,


    danke dir, das hoffe ich auch! Diese Stelle bleibt wirklich spannend, vielleicht zeigt sich ja ein Familienmitglied noch einmal. Es gibt aber einen weiteren guten Grund diesen Platz regelmäßig zu besuchen, ich erwarte dort die Schwarzhütigen Steinpilze für ein Portrait, mal sehen wie es die Freizeit, Familie und die Pilzgötter mit mir meinen.


    LG, Csaba

  • Hallo zusammen,


    am Sonntag noch einige Röhrlinge gesehen.


    Nr. 44: Hainbuchen Rauhfußröhrling, Leccinellum pseudoscabrum


    Nr. 45: Goldporiger Röhrling, Aureoboletus gentilis


    Nr. 46: Unbekannter Röhrling, ev. Gelbstieliger Hexenröhrling (Neoboletus xanthopus)

    Gewachsen im Eichenwald mit Hainbuchen und einzelnen mächtigen Föhren.

    An einen normalen Flocki glaube ich nicht, aber es gibt da sicher mehrere Möglichkeiten die ich noch nie gesehen habe.

    Zweckdienliche Hinweise erbeten.


    LG.

    Josef

  • Hallo Josef,


    1. für mich immer wunderschön anzusehen, so ein jüngerer Goldporiger Röhrling mit rosa Hut und leuchtend gelben Röhrenmündungen.


    2. interessanter u. spanndender Fund die Nr. 46, noch nie gesehen, Neoboletus xanthopus halte ich aber für eine durchaus brauchbare Option. Der olive Hutfarbton erinnert mich außerdem ja fast ein bißchen an die "Ochsen".

    So ein Fund gehört am besten gleich dem Top-Röhrlingsspezialisten Wolfgang K. von der ÖMG (mit dem ja auch Csaba Kontakt hatte) präsentiert.

    Erst gestern Montag hatte ich neben anderen Teilnehmern mit ihm bei unserer Fachexkursion in Seewiesen das Vergnügen.


    LG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.

  • Dann schicken wir das Bild an Felix (Martina), die kann es ihm per Smartphone zukommen lassen, mach ich.


    Schaun wir mal, ob etwas zurück kommt.


    LG Jürgen

    "Sorgfältig muß man wahrnehmen, daß nicht giftige P. unter die zu genießenden kommen, indem sonst der Genuß für die Gesundheit höchst nachtheilige Folgen haben, ja selbst den Tod bringen kann.", Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 137-138

  • Hallo Martina,


    besten Dank für deine Unterstützung!:top:


    Ein könnte Neoboletus xanthopus seindes Spezialisten ohne den Pilz in der Hand gehabt zu haben liegt für mich schon knapp an einer Zustimmung.

    An Fotos kann man nicht riechen und kratzen, da bleibt immer ein Graubereich.

    Herzlichen Dank auch an Hrn. Wolfgang Klofac.


    LG.

    Josef

  • Hallo zusammen,


    noch einige Einzelstücke von letzter Woche, gemeinsame Sporenausbringungsaktion mit Csaba.


    Nr. 47: Wurzelnder Schleimrübling, Hymenopellis radicata


    Nr. 48: Fransiger Wulstling, Amanita strobiliformis


    Nr. 49: Grüngefelderter Täubling, Russula virescens



    Nr. 50: Blauender Königsröhrling, Butyriboletus fuscoroseus

    War heute der einzige nennenswerte Fund.

    Hoffe die Regengötter schicken uns bald Wolken vorbei, Wind alleine hilft nicht weiter.



    Ist uns gestern beim Ausflug untergekommen, war aber nicht im Gebiet südöstlicher Wienerwald.

    Der Ochse ist aber eine gute Motivation für die weiteren Suchaktionen.


    LG.

    Josef

  • Lieber Josef,


    danke für den schönen Bericht und gratuliere zu den tollen Röhrlingen. Wenn der Ochse im Stall ist, bin ich sehr guter Dinge, dass wir noch einiges finden werden.


    Einige wenige Pilzchen hätte ich auch schon in der Pipeline, aber irgendwie wollen sie sich nicht von alleine online stellen8o. - Die sind genauso faul wie ich.


    glg, Csaba

  • Hallo zusammen,


    bodenwachsende Pilze mit Stiel und Kappe sind derzeit nicht vorhanden.

    Wollte heute den Tropfenden Schillerporling zum richtigen Zeitpunkt erwischen, aber der will heuer nicht.


    Nr. 51: Riesen-Porling, Meripilus giganteus


    Nr. 52: Eichen-Zungenporling, Piptoporus quercinus

    Aufgenommen am 26.6.2022. Noch sehr klein und schon angeknappert. Ist wieder die gleiche Fundstelle wie die letzten beiden Jahre.


    Aufgenommen heute am 17.7.

    Der Eichenstumpf ist schon recht mitgenommen, schau mal mal ob es kommendes Jahr ein Wiedersehen gibt.


    Die nächste Hitzewelle ist angesagt und ich habe Zeit zum flüchten. Morgen geht es ab in kühlere Gefilde.


    LG.

    Josef

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