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letzter Beitrag von Peppi50+ ()

Anninger 2021

  • Hallo Pilzfreunde,


    nach dem heutigen Spaziergang am Hausberg, habe ich Josef meine Bilder geschickt, woraufhin er einen ausgezeichneten Vorschlag brachte diesen Thread gemeinsam zu starten. Gesagt, getan. Hier möchten wir unsere 2021er Funde vom Anninger dokumentieren. Ich bin schon gespannt und eröffne gleich mit den heutigen Funden.


    Schuppiger Porling Nr.1:




    Und 100 Meter weiter in einer entgegenkommenderen Höhe, Schuppiger Porling Nr.2:





    LG

    Csaba

  • Lieber Csaba,


    mit dem Gedanken die Funde am Anninger besser festzuhalten gehe ich bereits seit einigen Jahren schwanger, aber bis jetzt wollte es nicht sein. Was die Gründe auch immer waren zählt nicht mehr, der Anfang für 2021 ist gemacht, herzlichen Dank.

    Der Anninger ist ein recht großes Suchgebiet, da haben mehrere Schwammerlbegeisterte Platz. Freue mich bereits auf weitere Fundmeldungen und gemeinsame Erkundungen.

    Natürlich freuen wir uns über jeden eingestellten Fund vom Anninger, es sollte aber immer was Neues für 2021 sein.


    LG.

    Josef

  • Hallo zusammen,


    wir haben heute nach dem Regen eine erste gemeinsame Runde gedreht. Schön langsam tut sich was im Wald.


    Nr. 3: Weitlöchriger Stielporling, Lentinus arcularius

    Davon gab es mehrere Fundstellen, war auch in den letzten Jahren so.


    Nr 4: Sklerotienporling, Polyporus tuberaster

    Da bin ich bei der Bestimmung allerdings unsicher. Im Wald glaubte ich noch an den Bienenwabenporling, P. mori, Gewachsen ist er auf Buche.


    Nr. 5: Gelbstieliger Nitrathelmling, Mycena renati

    War auch mehrfach vertreten.


    Nr. 6: Waldfreundrübling, Gymnopus dryophilus s.l.

    Bei den kleinen Blätterpilzen bin ich immer etwas unsicher, aber der wird hoffentlich passen.


    Nr. 7: Buchenwald-Wasserfuß, Hydropus subalpinus

    Nr. 7: Dachpilz, vermutlich Rehbrauner Dachpilz, Pluteus cervinus

    Csaba hat daran gerochen und Rettich gestätigt. Aber die Lamellen kommen am Bild etwas grob rüber, jetzt bin ich wieder am wackeln.


    Nr. 8: Peziza spez.

    Eine genaue Bestimmung wird da nicht gehen aber diese Becher sind immer wieder toll. Gewachsen auf dicken, finalmorschen Rotbuchenstamm.

    Der Stamm war sowieso dicht besiedelt, z.B. Judsohren, Gezonter Ohrlappenpilz und Schichtpilze.


    Wünsche noch einen schönen Abend.


    LG.

    Josef

  • Hallo zusammen,


    meine Zweifel an der Nr. 7 werden immer gerößer. Buchenwald-Wasserfuß (Hydropus subalpinus) wäre zumindest nach Bildervergleich auch eine Möglichkeit, aber der ist mir bis jetzt noch nie untergekommen.

    Expertenmeinungen sind gefragt.

    Bitte/Danke.


    LG.

    Josef

  • Hallo Josef,


    ich halte die Nr. 7 auch für einen Buchenwald-Wasserfuß (Hydropus subalpinus). Bei Ansicht des vergrößerten Fotos mit der Hutunterseite meine ich zu erkennen, dass die Lamellen ausgebuchtet angewachsen bzw. schmal angeheftet sind, der Dachpilz hätte freie Lamellen und diese müssten bei einem solchen ausgewachsenen Exemplar wegen des rosagrauen oder rosabräunlichen Sporenpulvers zumindest auch schon einen rosa Touch haben. Bei eurem Fund erscheinen die Lamellen auf dem Foto aber noch immer weiß, denn der Buchenwald-Wasserfuß hat ja weißes Sporenpulver ;)

    Wenn ihr wieder so einen frischen Wasserfuß findet, dann brecht auch einmal den Stiel ab und achtet auf die Bruchstelle, es sollte dann der Austritt einer wässrigen Flüssigkeit wahrnehmbar sein (= namensgebendes Merkmal --> Wasserfuß).


    LG Sepp

  • Hallo Sepp,


    herzlichen Dank für Deine Einschätzung und die ausführlichen Erläuterungen. Der erste schnelle Blick im Wald hat sehr nach Dachpilz ausgesehen, auch die Jahreszeit hat mich darauf gebracht. Je öfter ich dann auf die Bilder gesehen habe desto größer wurden auch meine Zweifel. Wir haben den Pilz stehengelassen, der Nächste wird auf die wässrige Flüssigkeit geprüft.


    LG.

    Josef

  • Servus beinand',

    typisch für Hydropus subalpinus ist neben den bekannten Merkmalen, dass man seltenst Fk findet, bei denen die Huthaut vollkommen intakt ist. Meist schaut die ziemlich verrupft aus. Es fehlen meist Huthautteile. Hier im oberen Hutbereich die beiden weißlichen Flecken z.B.

    Den abgebildeten Fk kann man fast als Ausnahmebeispiel ansehen.

    Der Stielporling ist ganz klar P. tuberaster.

    Der Wabenporling ist dünnfleischiger, hat fast orangfarbene Hüte und viel größere weit am Stiel herablaufende Poren.

    Den Waldfreundrübling muss man ohne Mikroskopie als G. dryophilus s.l. bezeichnen, obwohl ich denke, dass da G. aquosus rauskommt.

    Toll ist P. arcularius, den ich noch nie live sehen durfte. Dem ist es hier im Münchner Raum wohl zu kalt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo zusammen,


    heute ging sich zum Glück noch eine spontane Runde am Hausberg aus und es sind mehrere Erstfunde geworden (nicht schwer, wenn man erst am Anfang ist). Ich gebe hier meine Vermutungen ab und würde mich über Euer Feedback sehr freuen. Danke an Josef für die Unterstützung via WhatsApp.


    Nr. 9: Borstiger Knäueling





    Nr. 10: Becherlinge (die Vermutung wäre Buchenwaldbecherling)

    Auf einem Holzlagerplatz...

    Eine nähere Bestimmung wird über Fotos nehme ich an nicht möglich sein. Zwei große Exemplare links und rechts vom Rucksack sind zu sehen, für jene die Suchbilder mögen :)


    Nr. 11: Kronenbecherling



    Es ist ein schönes Violett innen, ich hoffe, dass es am Foto gut sichtbar ist.

    Das Habitat besteht bei dem Abschnitt vermehrt aus Föhren und ein paar Buchen.


    Nr. 12: Dachpilz (vielleicht klappt es ja jetzt mit unserem Dachpilz)


    Schönes Wochenende.

    LG

    Csaba

  • Hallo rudigabi ,
    gerne und danke fürs Feedback. Mit dem Kronenbecherling geht es Euch so wie mir, wenn ich Eure Morchelernten verfolge ;).

    Hallo Peppi50+ ,

    danke, da hatte ich echt ein großes Glück, freue mich sehr. Ursprünglich bin ich mit der Idee nach dem Ding der Unmöglichkeit Ausschau zu halten - dem Kiefernsteinpilz - dort abgebogen.


    LG,

    Csaba

  • hallo csaba...

    Josef


    gratuliere zu den tollen funden und den gelungenen fotos :top:

    ich denke das wird mein meistgelesener beitrag in diesen jahr...


    liebe grüße___ armin

    _____________________________________________________________________


    Bei jedem Schritt mit der Natur bekommt jemand weit mehr als er sucht (John Muir)

  • Hallo Csaba,


    schöne Funde, danke fürs Zeigen.In meinem Sammelgebiet warte ich auch schon auf das Erscheinen der Kronenbecherlinge, bisher wollen sie aber noch nicht, vielleicht wird's noch.....


    LG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort.

  • Hallo zusammen,


    herzlichen Dank für die netten Rückmeldungen, da müssen wir uns jetzt wirklich anstrengen.


    Csaba war heute so freundlich und hat mir die Kronenbecherlinge gezeigt, da haben wir uns natürlich noch ein wenig ungesehen.


    Nr. 13: Grünlichgrauer Dachpilz, Pluteus salicinus

    War mal mutig und habe bei einem Dachpilz die Art angeführt, bitte um gnadenlose Korrektur falls erforderlich.


    Als nächstes haben wir eine Maipilzstelle angesteuert, so ziemlich die letzte Möglichkeit für dieses Jahr. Auf dem Weg dorthin hat es gelb herausgeleuchtet aus dem Unterholz.

    Nr. 14: Schwefelporling

    Schön saftig war er noch an den Spitzen. werden wir verkosten.


    Die Maipilzstelle war leider teilweise planiert, ein Waldweg wurde verbreitert und geschottert und 3 Meter rechts und links ist auch kaum was stehengeblieben. Etwas tiefer im Wald haben wir als erstes Putzreste gefunden.

    Nr. 15: Maipilz, Calocybe gambosa

    Eine kleine Kostprobe für Csaba ist es noch geworden.


    Jetzt freuen wir uns schon auf die ersten Röhrlinge.


    LG.

    Josef

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