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letzter Beitrag von Einrad ()

Austernseitlinge vom Buchenstamm

  • Hallo Felix,


    ich habe da selbst nicht viel Erfahrung und Du wirst im Netz bessere Info finden.


    Aber dennoch mal keine falsche Scheu:

    • Das unterste Stück mit dem Fällschnitt will ja eh kein Sägewerk?
      Bei mir ist's jedenfalls so ein Stück geworden, weil's grad zu haben war.
    • Es ist wohl schon ein wenig im Wald gelegen, war aber noch nicht von einem anderen Pilz besiedelt.
      (Dies hätte sonst wohl Probleme gemacht?)
    • Mit der Handkreissäge habe ich auf maximaler Schnitttiefe (ca. 6 cm?) mehrere Schlitze gemacht.
      Mehrfach nebeneinander eingeschnitten, dass ca. 2 cm breite Taschen entstanden sind.
    • Diese Taschen habe ich mit Pilzmyzel vollgestopft.
    • Dann den Stumpf mit Frischhaltefolie umwickelt, damit das Myzel nicht austrocknet.
    • Oben hatte die Folie noch so gut 5 cm Überstand. So konnte ich oben in der Anfangszeit einige Male gießen und das Wasser ist dann langsam eingesickert.
    • Den Stumpf habe ich zu vielleicht 20 cm in die feuchte Erde eingegraben, damit auch von dort etwas Feuchtigkeit verfügbar ist, wenn ich nicht gieße.
    • Ab dann: Warten......
    • Nach einigen Monaten habeich dann mal die Folie entfernt.
    • Weiter warten....

    Die Packunsgröße für's Myzel war recht groß. Das Kübelchen hatte wohl so 2 kg?

    Den Rest habe ich dann hergeschenkt...


    LG, Harald

  • Hallo Harald,


    schön für dich dass es mit deiner Zucht geklappt hat. eine solche hat mein Vater vor vielen Jahren auch einmal probiert und da ist kaum etwas gekommen. Ich spare mir eine Zucht da Austern bei mir mittlerweile sehr häufig vorkommen.



    Das waren 12kg für mich und meine Familie auf einen Streich aber ganz so häufig sind die jetzt nicht mehr weil viele Fundorte abgeholzt wurden. Übrigens schmeckt mir die Wildform viel besser als die Gezüchteten.


    VG Jörg

  • Hallo Einrad,


    ich bin mir nicht sicher, ob die Zucht im Keller auch mit Austernseitlingen klappt. Vielleicht probierst du mal, sie zuerst in einer großen transparenten Box mit Licht und auch hin und wieder Frischluft zu fruchten. Ich habe gehört, sie brauchen schon etwas Licht und Luft. Zum Durchwachsen müsste der dunkle Keller dann optimal sein.


    Liebe Grüße und viel Glück beim Ausprobieren!

  • hallo harald...


    ohne licht sehen sie vielleicht ähnlich verwachsen aus

    wie diese braunen raslinge...

    Weihnachtsausstellung Schloss Burgau


    ausstellung gibt es dieses jahr keine...

    vielleicht lässt mich jemand von der gemeinde hinein für ein paar fotos...


    liebe grüße

    _____________________________________________________________________


    Bei jedem Schritt mit der Natur bekommt jemand weit mehr als er sucht (John Muir)

  • Noch eine Frage in die Runde:

    Weiß jemand von Euch, ob die Zucht auch in einem feuchten Erdkeller ohne Licht funktionieren würde?


    Bei Champignons soll das klappen, ich sehe eigentlich keinen Grund, warum das nicht bei allen geht...

    Richtig: Es gibt wenige Pilzarten, die in völliger Dunkelheit normale, fertile Fruchtkörper bilden können; z.B. Zucht-Champignon, Muschelkremping.


    Andere , vorwiegend holzzerstörende Ständerpilze mit offen liegender Fruchtschicht bilden bei Lichtmangel hutlose, sterile, stiel-, horn- oder geweihförmige "Dunkelformen" aus; z.B. Austern-Seitlinge, Samtfußrüblinge, etc. Allerdings wird in erster Linie nur der kurzwellige Anteil ( blaues Licht (400 - 10 - 550 nm) des sichtbaren Lichts perzipiert. Belichtungsdauer und Intensität sind Art-abhängig.


    Literatur:


    [1] Michael - Hennig - Kreisel (1983): Bildungsabweichungen an Fruchtkörpern (Teratologie); Handbuch für Pilzfreunde, Band V, S. 26-62; S. 108-124 (Tafel 1-16)



    Ich mache nur Bestimmungsvorschläge ohne Freigabe für Speisezwecke!!!

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